Der Fuchsbandwurm ist ein Darmparasit von Füchsen, seltener von Hund, Katze, Marder oder Dachs. Füchse sind die „Endwirte“ des Fuchsbandwurms. Dort bilden die erwachsenen Würmer winzige Eier (o,o3 mm), die über den Kot ausgeschieden werden. Kleinnager wie Feldmäuse, Wühlmäuse oder Bisam nehmen die Eier auf und sind Zwischenwirte. Aus dem Ei schlüpft im Darm eine Larve, die durch die Darmwand in die Leber oder andere Organe wie Lunge oder Zwerchfell gelangt. Hier entwickelt sie sich zur Finne, die wie ein Tumor die Leber durchwächst. Frisst ein Fuchs ein infiziertes Nagetier, gelangen die Finnen in den Fuchsdarm, wo sie wieder zu erwachsenen Bandwürmern heranwachsen.

Der Mensch ist dagegen ein Fehlwirt: In seinem Körper endet die Infektion. Er kann sich jedoch wie die Nagetiere infizieren, wenn infektiöse Eier verschluckt werden und die Larven in die Leber gelangen, wo sie sich zu Finnen entwickeln.

Auf den Menschen können Bandwurmeier über das Fell von Hunden oder Katzen, Erde oder Pflanzen, Früchten, Gemüse oder Fallobst, welche mit dem Kot infizierter Füchse verunreinigt sind, übertragen werden. Auch eine Infektion durch Inhalieren(Heuernte, Dreschen) und Trinkwasser wird diskutiert.

Die Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen liegt zwischen 10 und 15 Jahren. Die Finnen besiedeln meist Leber, Lunge, Zwerchfell und Gehirn. Die Krankheit führt zum Tod und kann medikamentös nur verzögert, aber nicht geheilt werden.

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