Der Wanderfalke besiedelt mit seinen Unterarten fast die ganze Welt. Er zählt zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten. Im Flug ist er gut an seinen langen, spitzen Schwingen und dem kurzen, deutlich verjüngten Stoß zu erkennen.

Unser einheimischer Wanderfalke erreicht eine Länge von 40-50 cm, eine Spannweite von 95-112 cm und ein Gewicht vom im Schnitt 650 (Männchen) und 1000g (Weibchen). Er ist die größte einheimische Falkenart.

Das bevorzugte Jagdgebiet besteht aus offenen Flächen. Er jagt aus hohem, kreisenden Suchflug ausschließlich Vögel bis Fasanengröße. Er schlägt seine Beute durch einen schnellen Flach- oder Steilstoß in der Luft. Hierbei kann er Geschwindigkeiten bis 300 km/h erreichen.

Wanderfalken bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen. Der Brutplatz befindet sich meist in Felswänden oder hohen Gebäuden. Die Paarbildung kann schon im Herbst erfolgen, ab Mitte März legt das Weibchen 3-4 Eier ab. Diese werden ca 30 Tage bebrütet. Das Männchen versorgt das Weibchen während der Brutzeit mit Nahrung und deckt das Gelege ab wenn das Weibchen kröpft. Die Nestlingszeit beträgt 36-42 Tage. Der Bettelflug dauert ca 4 Wochen. In dieser Zeit werden die Jungfalken zum Teil mit noch lebender Beute versorgt.

Altvögel sind meist Standvögel, die Jungfalken ziehen im Herbst meistens nach Frankreich.

Der Wanderfalke gilt mittlerweile in Deutschland mit über 1000 Brutpaaren als nicht mehr gefährdet.

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