Baum des Jahres 2014 – Die Traubeneiche
Baum des Jahres 1989 – Die Stieleiche

Die Eiche, besonders die Stieleiche hat hier in Deutschland große Symbolkraft. Die Germanen weihten die Eiche ihrem Gott Donar: alte und ehrwürdige Exemplare standen als sog. Donareichen unter ihrem besonderen Schutz. In der Romantik verband man die Eiche mit Treue Standhaftigkeit, Zähigkeit, Beständigkeit, so  galt die Eiche als ein deutsches Symbol. Nicht zuletzt heißt die Stieleiche auch  „deutsche Eiche“.

Unter die Gattung der Eichen (Quercus) fallen weltweit ca. 400 Eichenarten, wobei die Stieleiche und die Traubeneiche die häufigsten Vertreter ihrer Gattung  in Deutschland sind.Die Stieleiche bevorzugt einen sonnigen Standort, ist in der Jugend schattenverträglich.. Sie ist allgemein bodentolerant, anspruchslos und robust entwickelt sich aber auf mineralkräftigen, tiefgründigen, frischen bis feuchten Böden am besten, gedeiht aber auch gut auf trockenen Normalböden. Sie ist frosthart, wärmeliebend, verträgt sommerliche Trockenzeiten auch auf Extremstandorten ohne Schaden, geeignet für innerstädtisches Klima, rauchhart, verträgt Stauwasser und Überschwemmungen von über einem Monat Dauer. Allerdings ist sie empfindlich gegen Grundwasserabsenkung (Wipfeldürre).,

Wissenswertes

Eichen können sehr alt werden (500-800 Jahre). Sie sind auch erdzeitlich sehr alt nach Fossilenfunden gab es schon vor 10 Millionen Jahren Eichen auf der Erde.

Eicheln galten früher als hervorragende Nahrung mit reichlich Stärke, Eiweiß und Fett, mussten aber vorher entbittert werden. Getreide wurde noch bis ins Mittelalter mit Eichelmehl gestreckt. Heute werden Eicheln zur Schweinemast verwendet, dies gibt dem Fleisch besondere Festigkeit und Würze. Die Eicheln sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen dem hohen Anteil an Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar. Für Nagetiere (Mäuse, Eichhörnchen), Rotwild (Hirsche) und Wildschweine sind die Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen. Für Nagetiere eignen sie sich besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten.
Eichenholz wird von keinem anderen einheimischen Holz hinsichtlich Widerstandskraft oder Haltbarkeit unter Wasser übertroffen. Schiffe, Brückenpfähle und Whiskyfässer wurden daraus gezimmert.
Als Furnierholz und zum Möbelbau eignet sich Eichenholz ebenfalls, vor allem das engringige Holz. Das schwere und harte Holz mit weiten Jahrringen wird gern als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Da das Eichenholz nur sehr langsam trocknet, sollte man es vor der Bearbeitung lange und richtig lagern, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Eichenholz verzieht sich kaum und ist sehr resistent gegen Umwelteinflüsse, deshalb auch im Außenbereich viel eingesetzt.
Medizinisch wird Eichenrinde unter anderem bei Frostschäden an Händen und Füßen oder auch in der Bachblüten-Therapie eingesetzt.
Die Rinde, das Laub und die Früchte der Eiche sind sehr gerbstoffhaltig und wurden daher in der Ledergerberei eingesetzt.
Sie ist außerordentlich sturmfest, im Alter aber blitzgefährdet. Laub wirkt bodenversauernd.
Unsere heimischen Eichen bieten hunderten von Insektenarten und deren Larven Futter und Lebensraum. Den Bienen liefern die Eichen im Mai Pollen, im Juni Blatthonig. Die Früchte sind eine wichtige Nahrung für viele Vogel- und Säugetierarten.
Bedroht werden Eichenpopulationen besonders durch Pilze, u.a. dem Eichenmehltau. Dieser Schlauchpilz befällt junge Triebe und bewirkt das Welken und Abfallen der Blätter. Aber auch die Larven der Schmetterlinge des Eichenwicklers und des Eichen-Prozessionsspinners gefährden Eichenbäume durch ihren massiven Blattfraß.

Name: Eiche:
 Lateinischer Name: Quercus
Anzahl der Arten: ca. 400 Eichenarten
Verbreitungsgebiet: In allen Erdteilen der nördlichen Halbkugel
Früchte: ca. 3cm lange, eiförmige Eicheln; im oberen Bereich vom Fruchtbecher umhüllt
Blütezeit: Mai
Höhe: 30-40 m
Alter: bis zu 1000 Jahre
Eigenschaften der Rinde: hart, profilreich
Eigenschaften des Holz: stabil, hart

 

Standorte des Baumes: auf kargen und sandigen Böden, in Lagen bis 1500 m
Blatt: Blätter sind längsgeschnitten, mit je zwei bis fünf Einkerbungen im Blattprofil, im Sommer saftgrüne Farbe

 

Frage: Wie erkenne ich den Unterschied zwischen einer Traubeneiche und einer Stieleiche?

1. Blätter: Die Blätter der Stieleiche sind unregelmäßig gelappt und gebuchtet. Der Blattgrund ist relativ schmal, das Blattende breit und mit zwei deutlich ausgeformten Öhrchen versehen.
Die Blätter der Traubeneiche sind ziemlich regelmäßig gelappt und gebuchtet, sie haben einen elliptischen Umriß, d.h. Blattgrund und Blattende sind etwa gleich breit. Am deutlichsten wird der Unterschied zur Stieleiche bei Betrachtung des Blattendes: gegen den Stiel hin läuft das Blatt nämlich keilförmig zu, es hat also nicht die für die Blätter der Stieleiche charakteristischen Öhrchen.

Im Winter lassen sich die beiden Eichenarten recht gut voneinander unterscheiden: die welken Blätter bleiben bei der Traubeneiche meist bis zum Frühjahr am Baum (Wintereiche), während die Stieleiche ihre Blätter bereits im Herbst verliert (Sommereiche).

2. Früchte: Die Früchte der Stieleiche sitzen in einem langgestielten Becher;  daher auch der Name.
ist also nicht etwa auf die Stiele der Blätter zurückzuführen (ganz im Gegenteil:
Die Früchte der Traubeneiche sind ungestielt, die Eicheln sitzen traubenartig direkt am Sproß.

quelle: biologie-schule.de

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