WILD steht für das „Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands“ und ist ein Monitoring Projekt, das im Herbst des Jahres 2000 vom Deutschen Jagdverband gegründet wurde. Sein langfristiges Ziel ist die bundesweite Erfassung einiger ausgewählter Wildtierarten mit wissenschaftlichen Methoden ist.
https://www.jagdverband.de/content/methoden-und-formulare

So soll abgesichertes Datenmaterial über Bestandsdichte und Bestandsentwicklung erfasst und verfügbar gemacht werden, um Konzepte für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Wildtierpopulationen zu entwickeln. Gesammelt werden die Daten von Jägerinnen und Jägern, die diese in die von WILD entwickelten Formulare für die einzelnen Tierarten eintragen. Diese werden dann von den Ansprechpartnern, den WILD-Zentren

Deutscher Jagdverband
Thünen-Institut für Waldökosysteme
Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung
Projekt Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein

sowie den Länderbetreuern in eine Datenbank transferiert und ausgewertet.

Die Datenerhebung in WILD basiert sowohl auf Wildtierzählungen in Referenzgebieten (RG) als auch auf Bestandseinschätzungen in möglichst allen Jagdbezirken (JB) Deutschlands. Derzeit gibt es rund 450 Referenzgebiete. Die Revierinhaber unterstützen das Projekt auf ehrenamtlicher Basis und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt von Wildtierpopulationen. Neben dem Bestandsmonitoring sind Jagdstrecken ein wichtiges Werkzeug zur Dokumentation von Wildvorkommen. Seit dem Jahr 2008 finden deshalb im Rahmen von WILD regelmäßig Streckenauswertungen statt. Die Daten werden von den zuständigen Jagdbehörden der Bundesländer erhoben und für die Auswertungen im WILD-Projekt zur Verfügung gestellt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt werden regelmäßig die Vorkommen und Besatzdichten von Niederwildarten erhoben. Die starken Streckenrückgänge v.a. bei Rebhuhn und Fasan, etwas schwächer ausgeprägt auch beim Feldhasen, sind ein deutliches Warnzeichen, sodass ein umfangreiches deutschlandweites Monitoring weiterhin äußerst wichtig ist. Es stellt eine solide Grundlage für gezielte Zusatzprojekte dar, in denen nach Ursachen für Bestandsentwicklungen gesucht wird. Darauf aufbauend können mit geeigneten Lösungsansätzen diese Arten und viele weitere mit ähnlichen Lebensraumansprüchen unterstützt werden. WILD stellt in Deutschland derzeit das umfassendste Monitoringprogramm hinsichtlich jagdbarer Wildtiere, insbesondere Kleinsäuger, dar.

Die Ergebnisse der bisherigen Datenerhebungen sind ausführlich in den WILD-Jahresberichten veröffentlicht.

Quelle: Deutscher Jagdverband

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