Gemeinschaftlicher Ansitz
Jagdart mit mehr als drei ansitzenden Jägern.

Bewegungsjagden

1.Treibjagd
Eine Treibjagd  ist eine Jagdform, bei der mehrere Treiber und Hunde das Wild  flüchtig machen. Treibjagden werden meist auf offenen Flächen auf Hasen und anderes Niederwild außer Rehwild ausgeübt.

Kesseltreiben:  Schützen und Treiber stellen zunächst von einem Startpunkt aus  ca. kreisförmig eine ebene Fläche ab.  Schützen und Treiber rücken nach dem Jagdsignal „Anblasen des Treibens“ gleichmäßig nach innen Richtung Mittelpunkt vor. Flüchtendes Wild darf beschossen werden, bis sich der Kreis der Jagdteilnehmer (Kessel) auf einen Durchmesser von etwa 400 m verringert hat. Das Jagdsignal „Treiber in den Kessel“  signalisiert das Verbot, weiter in den Kessel zu schießen. Die Schützen  dürfen jetzt nur noch außen schießen und die Treiber rücken weiter  bis in  die Mitte des Kessels vor.  Das Kesseltreiben wird, wie üblich mit dem Hornsignal „Hahn in Ruh“ beendet. Kesseltreiben empfehlen sich wegen des relativ hohen Gefährdungspotentials nur für übersichtliches Gelände.

Vorsteh- oder Standtreiben:  sind besonders für unübersichtliches Gelände geeignet. Diese Art des Treibens wird daher hauptsächlich im Wald, manchmal aber auch im Feld durchgeführt. Von den Schützen wird dabei eine Fläche mit  umstellt, entweder um das gesamte Treiben, um drei Seiten oder nur an der Frontseite. Diese Verteilung nennt man  „Anstellen“.“Das Anstellen soll möglichst lautlos unter Beachtung von Schussfeld, Deckung und Abstand zu achten. Die Treiber bilden dann eine Linie, die  Treiberwehr. Schützen, die mit der Treiberwehr gehen, nennt man Durchgeh- oder Treiberschützen. Die Jäger verlassen ihren Stand dabei nicht und schießen in der Regel nicht ins Treiben. Ausnahmen werden nur durch den Jagdleiter erlaubt.

2.Drückjagd
Bei einer Drückjagd gehen Treiber, entweder mit oder ohne Hunde, ruhig durch das zu bejagende Gebiet, um die Wildtiere  zu beunruhigen und langsam in Bewegung zu versetzen. Dabei zieht das Wild in ruhigem Tempo, meist auf seinen Wechseln, aus dem beunruhigten Gebiet. Dabei hat man in der Regel ausreichend Zeit, das Wild anzusprechen und sicher zu erlegen. Bei Drückjagden wird vorwiegend Schalenwild, aber auch Fuchs und Hase bejagt.

3.Riegeljagd

Von wenigen Jägern und Treibern wird das Wild ohne Hunde zu Jägern an den Wildwechseln getrieben.

 

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